Der Klimawandel führt zu einem Temperaturanstieg der Weltmeere. Durch diese Erwärmung schmilzt das Eis an den Polen und der Meeresspiegel steigt. Diese Auswirkungen sind auch in der Deutschen Bucht spürbar. Die Wassertemperaturen im Wattenmeer sind in den letzten 50 Jahren ganzjährig um etwa + 2 °C gestiegen, in den vergangenen 100 Jahren hat sich der Meeresspiegel in der Deutschen Bucht um 15 bis 20 cm erhöht.
Seegraswiesen sind ein einzigartiges Ökosystem und von großer Bedeutung für den Lebensraum Wattenmeer: Sie bilden die Kinderstube vieler Fischarten und speichern große Mengen CO².
Der Klimawandel, der Anstieg des Meeresspiegels und erhöhte Sturmaktivität schädigen die Seegraswiesen durch Temperaturveränderungen, stärkere Strömungen und längere Überflutungszeiten jedoch. So bekommt das Seegras im trüben Nordseewasser bei steigendem Meeresspiegel nicht mehr genug Licht um zu überleben.
Seegraswiesen sind im Wattenmeer mittlerweile selten zu entdecken und werden, auf Grund der Auswirkungen des Klimawandels und des damit verbundenen Anstiegs des Meeresspiegels, wahrscheinlich noch seltener werden.